15. Januar 2015

Let's Talk About It: Noah

Hallo liebe Leser!
Ich habe heute etwas komplett Neues für euch: Ich möchte heute über ein Buch mit euch reden. Ob sich daraus eine Serie entwickelt, sei dahingestellt, meine Absicht dahinter ist etwas Anderes. Es soll um ein Buch gehen, das ein unglaublich wichtiges Thema behandelt, über das ich mir selber oft Gedanken mache und das meiner Meinung nach einen richtigen Aufschrei bewirken sollte. Es erscheint mir wahnsinnig schwer, es einfach beiseite zu legen und nichts dazu zu sagen, weswegen ich mich entschieden habe, diesen Beitrag zu schreiben. 


Es geht um "Noah" von Fitzek, das seit kurzem als Taschenbuch erhältlich ist. 
Kurze Eckdaten:
Preis TB: 9,99 €
Seiten: 558 inklusive Nachwort und Danksagung

Inhalt


Klappentext:
"Er kennt seinen Namen nicht. Er hat keine Ahnung, woher er kommt. Er kann sich nicht erinnern, warum er in Berlin ist, seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah: Dieser Name ist in seinen rechten Handballen tätowiert.
Für Noah wird die Suche nach seiner Identität zu einem Alptraum. Denn wie es scheint, ist er das wesentliche Schlüsselelement einer globalen Verschwörung, die bereits zehntausende Opfer gefordert hat und nun die gesamte Menschheit bedroht ..."

"Noah" behandelt ein Problem, das uns alle betrifft und aktueller denn je ist: Die Bevölkerung nimmt seit jeher zu, der Konsum und der Verbrauch der Menschen steigt ins Unermessliche. Ressourcen, die in Millionen Jahren entstanden sind, werden aufgebraucht. Besonders hervorgehoben ist die Situation in Deutschland und Amerika - Ländern, denen es verhältnismäßig gut geht. (Wenn man den Lebensstil betrachtet - dass es einem in Deutschland gut geht, ist nämlich alles andere als meine Meinung, vergleicht man es aber mit armen Ländern will man sich dazu ja fast nicht äußern..)
Das Problem: Die Menschen verbrauchen mehr als die Erde zur Verfügung stellen kann und sorgen so für ihr eigenes Ende.

Natürlich gibt es auch eine Geschichte um diesen Verhalt. Die Hauptfigur des Buches, Noah, hat sein Gedächtnis verloren und wacht mit einer Schusswunde in der Schulter als Obdachloser in Berlin auf. Unterwegs ist er mit Oscar, einem laut eigener Aussage freiwilligem Obdachlosen, der ein Faible für Verschwörungstheorien hat. (Die es mir übrigens auch angetan haben^^) Noah sieht einen weltweiten Aufruf in einer Zeitung: dort ist ein Bild abgebildet und der Künstler solle sich in New York melden. Er hat einen Erinnerungsschub und nimmt Kontakt zu der amerikanischen Journalistin Celine Henderson auf. Die Geschichte kommt ins Rollen, relativ schnell bemerkt Noah, dass man hinter ihm her ist und er macht sich auf eine Reise. Eine Reise zu seiner Identität, der Wahrheit, warum er verfolgt wird und was seine Tätowierung zu bedeuten hat, und findet bald heraus, dass er Teil eines Massenvernichtungsplans ist.

>Spoilergefahr<

Noah ist nicht etwa der Name des Protagonisten, sondern vielmehr eine Erinnerungsstütze. Projekt Noah ist ein Plan, der von Room 17 ins Leben gerufen wurde. Room 17 ist eine radikale Splittergruppe, die sich innerhalb der Bilderberg Konferenzen gefunden hat. (Treffen der mächtigsten, einflussreichsten Menschen, google it) Room 17 will sich dem Problem der Überbevölkerung und des Aufbrauchs der zur Verfügung stehenden Ressourcen annehmen. Wie? Ganz einfach, in dem sie eine Seuche entwickeln, die die Hälfte der Menschen ausrottet. 

Das Problem, das sich dahinter versteckt, ist, dass die Menschen mehr verbrauchen, als die Erde liefern kann. Relativ anschaulich kann man sich das auf footprint-deutschland.de anschauen. 
"Der Ökologische Fußabdruck zählt alle Ressourcen, die für den Alltag benötigt werden, und zeigt auf, wie viel Fläche benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen. Anschließend wird dieser Flächenverbrauch auf alle Menschen hochgerechnet und mit den auf der Erde real verfügbaren Flächen verglichen."

Soll heißen, ihr könnt dort eingeben, was ihr im normalen Leben verbraucht und es wird dort hochgerechnet, wie viel Fläche die Ressourcen dafür benötigen. Ein fairer Fußabdruck entspricht 1.8 Hektar, der deutsche Durchschnitt liegt bei 5.1 Hektar. 

Quelle: footprint-deutschland.de

Damit sich das Ganze nicht so nach Belehrung anhört, zeig ich euch meinen unfassbaren Fußabdruck. Da trifft einen der Schlag, hm? Was ich mit diesem Beitrag sagen will, ist, dass wir alle von diesem Problem betroffen sind, es uns alle bewusst machen sollte und alle einen Teil beitragen sollten, um etwas zu ändern. Das alles ist ja eigentlich ein aktuelles Thema, wie der Klimawandel (der ja auch in Verbindung mit dem Energieverbrauch und dem Lebensstil steht und meiner Meinung nach deutliche Anzeichen zeigt) und wird immer mehr zum Thema unter der Bevölkerung. Man kann aber natürlich nicht nur die Bevölkerung dafür verantwortlich machen, sondern (of course!) das System.  Wenn wir uns schon einmal eine ganz banale Situation im Supermarkt anschauen: Fertigprodukte (inwiefern es jetzt moralisch und gesundheitlich gut ist, sowas zu kaufen, sei mal dahingestellt) sind günstig. Dabei handelt es sich meist um Produkte, die einen weiten Weg hinter sich haben und deren Produktion einen enormen Verbrauch hat. (Wusstest ihr zum Beispiel, dass man für die Produktion EINES Hamburgers 2400 Liter Wasser benötigt?) Würde man sich jetzt selber den Inhalt kaufen und das Produkt selber zubereiten, kommt man schnell auf mindestens das Doppelte des Preises. Ein anderes Beispiel ist das Wohnen. Es gibt viele Möglichkeiten mit Strom und Heizen etwas für die Umwelt zu tun, hier zeigt die Preisspanne aber, wieso es nicht jeder tun kann. 


Es ist wirklich schwer, bei diesem Thema nicht abzuschweifen, was einfach daran liegt, dass unglaublich viele Faktoren mit hineinspielen. Die Arbeitssituation, der Konsum, die Wirtschaft, die Politik, you name it. 

Das Buch ist für mich ein guter Weckruf. Auch wenn man durch die Nachrichten und die Politik Bescheid weiß, fehlt doch irgendwie die Aufmerksamkeit. Man denkt vielleicht, dass geht mich nichts an, ich verstehe eh die Hälfte nicht, was wollen sie jetzt schon wieder? Was uns übrigens zur schlimmsten Wahrheit überhaupt führt.. Dazu verlinke euch hier ein Video, das ihr euch bis zum Schluss anschauen solltet.. Das Buch rüttelt wach und lässt einen zumindest nachdenken, was ein sehr guter Anfang ist. Es schafft, dass man sich mit Themen beschäftigt, die vorher vielleicht eher zum einen Ohr rein und zum anderen raus gegangen sind.. Mission erfolgreich erfüllt.

Ich kann euch "Noah" sehr empfehlen. Die Geschichte ist spannend und sehr gut geschrieben, man will das Buch gar nicht mehr weglegen. Man kann sich ja aussuchen, ob man es als komplette Fiktion ansieht oder vielleicht doch etwas mehr darin sieht.. 

:) Mich hat das Thema sehr beschäftigt und daher wollte ich das Ganze jetzt einfach mal aufschreiben. Man könnte noch so viel mehr dazu sagen, aber belassen wir es einmal dabei. Ich hoffe, es war interessant für euch!
Einen schönen Tag euch!
Eure Maja

1 Kommentar:

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