28. Juli 2015

Sommerloch Deluxe Version oder auch wieso es hier ruhig ist

Hallo meine liebsten Leser!
Ich weiß nicht, ob es jemandem aufgefallen ist, aber seit dem letzten Beitrag hier sind bereits mehr als zwei Wochen vergangen. Zwei Wochen - eine Zeitspanne, die relativ ist. Gemessen an meinem normalen Blogrythmus und den Beiträgen, die ich gerne in einem gewissen Zeitraum veröffentlichen möchte, ist es eine Ewigkeit. Es hat mich auch sehr gestresst, aber ich dachte, ein bisschen Zeit hab' ich noch. Bis mir dann aufgefallen ist, dass es langsam doch zu viel Zeit wurde. Ich möchte nicht hin und wieder etwas veröffentlichen, ich mag es einen gewissen Rahmen zu haben. Zudem schläft die Kommunikation dadurch ein, was mir gar nicht gut gefällt. Trotzdem sind wir jetzt hier. In diesem Beitrag will ich euch erzählen, wieso weshalb warum.

Das Sommerloch im Titel sagt eigentlich gar nichts aus, es liegt nämlich nicht am Sommer. Ist aber vielleicht eine gute Ausrede. Der Sommer trägt insofern seinen Teil zur Stille auf dem Blog bei, als das ich sehr viel unterwegs bin. Tatsächlich wohl sogar so viel wie nie zuvor. Was nichts schlechtes ist, aber trotzdem seine Spuren hinterlässt.

Der nächste Punkt ist, dass ich sehr viel arbeite. Das kann man sehen, wie man will. Ich war immer ein Mensch, der der Arbeit nicht den größten Teil seines Lebens geben wollte. Und das bin ich immer noch, weswegen ich damit tatsächlich einige Probleme habe. Es geht mir sogar ziemlich gegen den Strich mehr Zeit auf der Arbeit zu verbringen als ich dann für mich habe. Bevor das aber zu einer Grundsatzdiskussion ausartet - wir wollen oder brauchen Geld, wir müssen arbeiten. Ob da irgendwas auf der Strecke bleibt, ist dann halt so. Und mit miesem Zeitmanagement hat das Ganze nichts zu tun. Ich teile mir meine Freizeit ein und meistens will ich dann wirklich frei haben, wenn ich frei habe. Das heißt nichts tun. Auch wenn mir das Bloggen Spaß macht und keine Arbeit in dem Sinne ist, ist es doch eine gewisse Anstrengung. Und wenn dann will man doch auch ganz dahinterstehen und keine halben Sachen machen, nur um irgendwas hinzukriegen. Was ich aber auch schon gemacht habe, klar.

Im Moment fällt es mir auch wahnsinnig schwer zur Ruhe zu kommen. Das war schon immer ein Problem, ist aber tatsächlich sehr extrem geworden. Ich muss immer irgendetwas machen, aber sinnvoll ist es meistens nicht. Im Hinterkopf bleiben immer die Gedanken, das und das solltest du machen. Auf die Reihe kriegt man's aber irgendwie nicht und am Ende hat man doch wieder seine ganze Zeit verschwendet.

Ich habe auch etwas meinen Fokus im Leben verlegt. Ich mache seit einiger Zeit sehr viele Dinge, die ich vorher nicht gemacht hätte. Spontane Sachen, die mich manchmal auch gar nicht interessieren. Hauptsache in Bewegung bleiben. Abgelenkt sein. Das hat gute und schlechte Seiten. Ich versuche mich auf das Gute zu konzentrieren, denn ich glaube, irgendwas an meiner Persönlichkeit wächst dadurch ziemlich. Ängste überwinden und Dinge einfach machen ohne zu viel darüber zu nachdenken.

Mein Leitsatz im Moment ist tatsächlich, schlicht und einfach "Alles endet." Normalerweise wäre das immer meine Motivation gewesen etwas aus meinem Leben zu machen, da die Zeit hier limitiert ist und wir doch gottverdammt nochmal nur ein Leben haben. Jetzt sehe ich darin einfach nur das Versprechen, dass diese Zeit enden wird. Dass jeder Tag vorbei gehen wird. Dass das hier irgendwann vorbei ist. Und ihr könnt euch vielleicht schon denken, dass ich darauf hoffe, dass es endet. Diese Zeit im Moment. Dass wieder etwas anderes kommt. Etwas Besseres.

Hinter all diesen Dingen steckt natürlich eine Ursache. Manchmal passieren Dinge, die einen einfach nicht mehr loslassen. Für die man lange Zeit braucht, um sie zu akzeptieren und zu verkraften. Und oft sind das ganz banale Sachen, die jeden Tag irgendjemandem auf der Welt passieren. Trotzdem weiß man nicht, wie man damit umgehen soll. Wem einen der Boden unter den Füßen weggezogen wird und einem jeglicher Halt genommen wird. Das Schlimme daran ist für mich, dass ich wusste, dass es passieren wird. Es war nicht überraschend, es war nicht von einem Tag auf den anderen. Es war in vieler Hinsicht für eine schreckliche Sache ein guter Ablauf. Und trotzdem lässt es mich nicht mehr los. Soviel zum Kryptischen. (Ich möchte mal anmerken, dass niemand gestorben ist oder so. Könnte man in der Richtung vermuten, ist aber nicht so.)

Das ist momentan bei mir los. Und deswegen krieg ich das hier nicht richtig hin. Ich wollte diesen Beitrag schon seit Wochen schreiben, aber es war nie die richtige Zeit. Und es gibt auch nicht die richtigen Worte. Wahrscheinlich wird das eh niemand lesen (wollen), da wir hier doch auf einem Beautyblog sind und wen interessiert eigentlich die Person dahinter? Trotzdem isser jetzt da, der Beitrag.

In Sachen Bloggen fehlt mir die Inspiration. Am Anfang habe ich alle zwei Tage einen Beitrag verfasst, das erscheint mir jetzt undenkbar. Soviele Ideen hab ich nicht mehr. Eigentlich hab ich gar keine, die es in die Umsetzung schaffen könnten. Irgendwas passt immer nicht. Am Ende ist es doch nur Stress. Für nichts? Momentan habe ich ein paar Fotos auf der Festplatte, ein paar Beiträge geplant, aber mir fehlt die Motivation, um mir die Zeit dafür zu nehmen. Trotzdem werden sie wohl irgendwann die Tage kommen. Spielt ja eine Rolle.

Lange Zeit habe ich Make-Up-technisch gar nichts mehr gemacht. AMUs? Kannste vergessen. Mittlerweile geht das wieder, aber ich versuche Sachen aufzubrauchen. Das bedeutet, dass ich eher Dinge benutze, die mir nicht so gut gefallen, damit ich sie entsorgen kann. Hat aber den Vorteil, dass man sich nochmal richtig darauf konzentriert (wenn man denn aufpasst) und so springt vielleicht doch die eine oder andere Review noch raus.. Vielleicht auch irgendwann wieder Make-Ups. Als nächstes werde ich wohl einfach irgendwie eine Aufbrauch-Challenge zusammenstellen und versuchen euch zu den ausgewählten Produkten ganz viel zu erzählen. Würde zumindest passen. Falls mir die Idee morgen noch gefällt.

Das war's. Man muss sich ja nicht rechtfertigen, aber man will vielleicht. Und hier ist meine Rechtfertigung. Bisschen ernster als sonst. Ich hoffe, euch geht's allen verhältnismäßig gut und ihr hattet und habt ein paar schöne Tage. Social Media zeigt uns ja meistens nur die total positiven Seiten und wie schön immer alles ist. Das ist wohl der Grund, wieso ich es nicht sonderlich mag und auch so schlecht darin bin mitzuspielen. Geht mir bissl gegen den Strich. Also was auch immer ihr auf Facebook und Co postet, ihr hoffe, ihr meint es ernst und der Urlaub ist toll, das Essen gut und die Freunde lustig.

Wir lesen uns!
Eure Maja

Kommentare:

  1. Liebe Maja,

    ich habe deinem nächsten Beitrag entgegengefiebert, immer wieder geschaut, ob denn jetzt schon was online ist, ob irgendwas mit unserem Feed nicht stimmt... Ich finde es daher ganz großartig, dass du diesen Beitrag geschrieben hast! Nicht, weil nun darüber "Gewissheit" herrscht, was alle deine Leser ahnten: Dass es eine kleine Sommer-Pause gibt, sondern, dass du auch die herausfordernden, manchmal negativen Seiten des Bloggens und Social-Media-Daseins beschrieben hast. Offen, ehrlich und frei von der Leber weg. Ich liebe solche Beiträge!!! Ich habe ihn in einem Rutsch weggelesen, er hat in mir viel ausgelöst, so dass ich gar nicht weiß, wo ich zuerst anknüpfen soll... Ich danke dir dafür!
    Für mich macht das einen "guten" Blog aus: Persönlichkeit, Ecken und Kanten, auch mal Themen fern ab (oder eigentlich genau mittendrin in) der oft so heilen Beauty-Welt. Mich hast du damit als Leser einmal mehr beeindruckt!
    Auf das kreative Loch und den Zeitaufwand beim Bloggen, das Leben, was manchmal "dazwischenfunkt" oder die allgemeine Schaffenskrise will ich hier gar nicht weiter eingehen. Ich kenne das nur zu gut.
    Ich wünsche dir einfach, dass du Stück für Stück deine innere Ruhe und Ausgeglichenheit im Privaten wiederfindest und Kraft sammeln kannst, für dich und irgendwann auch deinen Blog. Vielleicht wird es eine längere Pause, aus der du mit neuen Ideen oder ganz anderen Themen zurückkommen wirst. Was auch immer, ich bin sehr gespannt.

    Alles Liebe,
    Katharina ♥

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    1. Ich danke dir vielmals für deinen lieben Kommentar!!
      Vor allem das Feedback bedeutet mir sehr viel :)
      Vielen lieben Dank! ♥

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