31. Oktober 2015

Halloween. [Samstagsgedanken]

Hi ihr Lieben.
Samstag. 31. Oktober. Halloween. Ich weiß gar nicht richtig, wie ich diesen Beitrag anfangen soll, weil mir alles kreuz und quer durch den Kopf wirbelt. Ich wollte euch heute eigentlich einen Halloween-Look zeigen. Hatte mich ziemlich lange drauf gefreut und auch relativ früh mit der Planung begonnen. Das Ende von der Geschichte ist allerdings, das so grob gerechnet nix geklappt hat. Ich werde euch heute einen Look zeigen, allerdings keinen, auf den ich all zu stolz bin. Warum, was so schief gelaufen ist und wieso ich Halloween mittlerweile ziemlich gut finde - all das gibts heute.




Ich möchte euch an der Stelle schon mal vorwarnen - das wird jetzt ein Gedankenbeitrag. Ihr werdet gleich merken, was es damit auf sich hat und ich werde ihn wahrscheinlich gleich wieder ziemlich schrecklich finden, aber wir machen das jetzt einfach mal.
Halloween hat mich nie sonderlich interessiert. Als Kind fand ich es mal ganz spannend und auch schön - das Haus dekorieren, sich irgendwie verkleiden, dem Tag etwas Besonderes zuzumessen. Ich bin aber nun mal nicht im Herzen Amerikas aufgewachsen, sondern in einem Vorort in Bayern. Da läuft das nicht. Was mich grad tatsächlich traurig macht. Letztes Jahr dann war ich in einer ziemlichen Krise grade zu dieser Zeit. Das war ich die Jahre zuvor auch, aber gerade der 31.10.2014 war ein Datum, das herausgestochen ist. Irgendwie kam ich dann auf den Trichter ein Make-Up zu machen. Als Beschäftigungstherapie. Und das hat unglaublich gut geklappt. Es hat mir extrem viel Spaß gemacht und mich beruhigt. Das Ergebnis finde ich im Nachhinein betrachtet bescheiden, aber hey, der Sinn war eh ein anderer. Und genau deshalb, weil es mir so gut getan hat, war mir klar, dass ich 2015 auch wieder einen Look machen möchte.


Eine liebe Freundin von mir war dieses Jahr auch in Halloween-Stimmung und zusammen haben wir etwas darüber gesprochen, Looks angeschaut und so weiter. Meine Grundidee war mal wieder, das Gesicht in zwei Hälften zu teilen. Das wird wohl auch immer mein Look bleiben, weil das etwas ist, das ich unglaublich passend finde. Von wegen dass jeder eine Maske trägt, dass alles zwei Seiten hat, etc. Es ging dann relativ schnell weiter zur Idee, ein Skull Make-Up zu machen. Klassisch, aber gut. Den ersten Entwurf habe ich so circa vor einer Woche gemacht. Produkte getestet, grobe Skizzen ausprobiert. Lief ganz gut. Das Problem war dann nur, dass ich keine Zeit mehr hatte mich weiter damit zu beschäftigen. Ein paar Screenshots hatte ich als Anregung, aber jetzt betrachtet war das viel zu wenig. In Sachen Skull hätte ich gerne mehr Entwürfe gezeichnet, mehr Videos geschaut, mehr experimentiert. Wie ihr vielleicht gemerkt habt, war ich praktisch die ganze Woche abwesend auf dem Blog. Beiträge kamen, weil vorgeschrieben. Ab und zu konnte ich Kommentare freischalten und manchmal sogar beantworten. Ansonsten hab ich nichts gemacht. Gar nichts. Ich habs einfach nicht geschafft. Meine Woche war prall gefüllt mit erhöhter Arbeitszeit, sinnlosen Besprechungen und einer Bahn, die nie gefahren ist, wie ich sie brauchte. Ich kam heim, hab gegessen und bin ins Bett. Wieso ich das jetzt so raushebe? Weil es mich extrem annervt. Immer noch. Weil ich mich deswegen nicht auf das konzentrieren konnte, was ich machen wollte. War mir irgendwie schon brutal wichtig.


Zwei Hälften. Die eine ist super gut geworden, nämlich die "Schöne". So gut ist mir seit Monaten kein Augen-Make-Up gelungen. Nur blöd, dass das im Endeffekt nichts bringt, weil es erstens keiner gesehen hat und es zweitens halt nur eine Seite war. Ihr werdet den Look gleich noch in Farbe sehen, im Grunde ist es dieser hier, nur überarbeitet und von der Technik her besser. (Das soll jetzt nicht falsch rüberkommen. Ich bin in Sachen AMUs nicht unbedingt talentiert bzw. ich kann es halt nicht so gut, wie ich gern würde und daher freut es mich natürlich, wenn ein Make-Up mal gut gelungen ist und nicht blöd aussieht.) Die andere Hälfte sollte eben im Skull-Look sein. Dabei habe ich mich mehr an schattierten Totenköpfen orientiert als am Tutorial, das ich euch oben verlinkt habe. Im Gesicht finde ich das irgendwie echt schwierig umzusetzen, vor allem, weil ich mit Schattierungen wenig am Hut hab. Daher hätte ich es gerne vorher auf Papier aufgemalt, aber nachher ist man ja immer schlauer. Den Mund habe ich mehrfach überarbeitet, gefallen hat mir nichts so richtig.


Hier seht ihr mal den ganzen Schlamassel, haha. Die Nase stört mich, die Striche auf den Lippen stören mich und was ist das vor allem auf der Seite des "schönen" Make-Ups auf der Nase?? Der Hals ist auch mehr verschmiert und Krixelkraxel als etwas anderes. Mit dem Weiß hatte ich ziemliche Probleme, da muss ich mir für nächstes Jahr auf jeden Fall etwas Professionelleres holen. Was mir ganz gut gefällt ist der Mund. Die Umrandung muss ich mir definitiv merken. Das Blut mag ich sowieso, bis auf den Fleck am Kinn. Der stört auch mehr. Da mich der Look dann angenervt hat, hab ich aus Frust noch schnell irgendwas Neues gemacht. Betonung auf dem Irgendwas.


Das Irgendwas hat mich aber überzeugt. Die Lippen hätte ich etwas umändern sollen, aber vom Grunde her finde ich diesen Look zwar einfach, aber sehr wirkungsvoll. Vor allem irgendwie real.
Das Ende von der Geschichte: Im nächsten Jahr möchte ich viel mehr Zeit in Halloween investieren. Ich will mich richtig damit beschäftigen und mich gut vorbereiten. Überzogen? Finde ich nicht.
Zudem sage ich immer wieder, dass es vollkommen okay ist, wenn man Dinge nicht perfekt kann oder macht. Dass das kein Ding ist. Daher veröffentliche ich halt einen Beitrag mit Fehlern, mit einem Look, mit dem ich nicht zufrieden bin und der in einem Wettbewerb nicht mal zugelassen werden würde. Es gibt genug eindrucksvolle, sehr gute Looks. Das verlangt meinen vollsten Respekt, aber ich finde es auch wichtig zu sagen, dass das halt nicht jeder kann. Irgendwo ist mir das ein Anliegen. Das zu vermitteln. Weswegen ich öfters komische Beiträge schreiben, die nicht so ganz in die Beautywelt passen.

Das war's heute von mir. Solltet ihr den Beitrag gelesen haben - danke. Und so leid es mir tut, der nächste Beitrag wird wohl wieder in diese Richtung gehen. Danach gibt's aber wieder Beauty wie ihr es kennt. Habt ein schönes Wochenende! Und erzählt mir mal, wie ihr Halloween findet. Ob euch das auch irgendwas gibt, ob das ne gute Option zum Feiern ist oder einfach nur Blödsinn. Macht's gut.
Eure Maja

Kommentare:

  1. So schlecht finde ich deinen Look gar nicht! Aber mir ging es letztes Jahr ähnlich, ich wollte mich als Jack Skellington von The Nightmare before Christmas verkleiden. Ich saß dann auch schon eeeeeewig vorher dran und hab alles mal Probe geschminkt etc. Allerdings war mein Material ziemlich ähm ja.. bescheiden. Ich hatte für die weiße Grundlage nur diese Kinderschminke. Und die verschmiert & zwar so, dass man irgendwie nichts mehr von dem sieht, was es hätte sein sollen. Da war ich mega gefrustet. Hab mir dann spezielle Farbe gekauft, die ins Gesicht trocknet, also vom Prinzip her wie Wasserfarben nur halt eben speziell zum Schminken. Das hat dann auch gut geklappt, aber so ganz zufrieden war ich trotzdem nicht. Ich hab mir dann einfach gedacht 'Hey komm, du gehst nur aufs Dorffest, da interessiert das niemanden'. Und den Leuten hats dann sogar richtig gut gefallen. Also vielleicht klappts ja beim nächsten Mal besser! :)

    Grüßle & schönen Sonntag! :)

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    1. Danke.. :)
      Das ist auch ein Look, der mir gefällt! Muss ich mir gleich mal als Inspiration speichern. :)
      Weißt du noch, was du dann genommen hast? Ich hatte am Anfang auch das Problem, ging dann mit verschiedenen Techniken und Base besser, aber mein Weiß war auch echt nicht der Burner. Glaub das ist mit das Schwierigste.

      Schönen Sonntag noch! :)

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