4. Februar 2016

somebody make me say no | #Donnerstagsgedanken

Ich kann mich nicht entscheiden. Das Schlimmste an diesem "Erwachsensein" sind nicht die Rechnungen (die schon relativ blöd sind), sein halbes Leben mit Arbeit zu verbringen (ok, doch das kommt eigentlich hin, aber nicht heute) oder der Zwang, etwas erreichen zu müssen (dazu will ich eigentlich gar nichts sagen). Das Schlimmste ist, dass man mistige Entscheidungen treffen muss, die das ganze Leben betreffen. Bei denen es heißt make or break. Eigenverantwortlich. Ohne Mama, die sagt, du machst das jetzt gefälligst. Das sagt sie vielleicht sogar, aber es bleibt bei dir, was du machst. Ohne einen Rückhalt. Ohne Versicherung.

dreams of long life, what safety can you find?

Wie oft liest man von diesen ganzen twentysomethings, die einfach irgendwie anders sind und nicht zurechtkommen und überfordert sind? Wie oft steht man da und soll wählen und kann es nicht? Man hat Tendenzen, die sich stündlich ändern können, kilometerlange Listen mit Pro und Kontra, unzählige Meinungen und es geht trotzdem nicht. Wenn dir jeder sagt, dass du das eine machen sollst, denkst du, wieso denn nicht das andere? Und so dreht sich der Kreislauf bis du nichts mehr tust als blank an die Wand zu starren und keinen Schritt weiterzukommen. Zweifel. Ohne Ende. Man will doch niemanden verletzten. Man will kein schlechtes Bild abgeben. Aber woher weiß man, was richtig ist? Das tragische Problem des overthinkings oder doch die Ernsthaftigkeit, die nie weggehen wird? Dann stehst du an diesem Punkt und fragst dich, wieso es überhaupt dazu kommen musste. Wenn du diesen einen Schritt nicht getan hättest, würdest du heute nicht in dieser Situation sein.
If, if, if.

somebody make me say no, no, no
yes

Kommentare:

  1. Ach Maja, du triffst wieder mal genau den Punkt! Mir ging es in letzter Zeit so oft ähnlich. Ich hab im Herbst ein Studium begonnen, bin in meine erste eigene Wohnung gezogen, musste mich neu einleben etc. Und es gab immer wieder Stolpersteine, die so groß wie der Mount Everest waren. Wie oft dachte ich mir 'Diana, warum zur Hölle musstest du studieren? Du könntest jetzt ne Ausbildung machen und Geld verdienen, du machst es dir nur unnötig schwer'. Jetzt versuch ich Studium, Job, Familie und Leben unter einen Hut zu bekommen & es ist sooooo schwer. Ich raffs wirklich nicht, wie andere Leute das gebacken bekommen. Erwachsen werden/sein ist echt schwer & ich frag mich ehrlich, ob das jemals besser wird.

    Ich wünsch dir ein tolles Wochenende! Denk immer dran, du bist nie allein :)

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    1. ♥ ♥ ♥ Ich danke dir für deinen Kommentar!
      Ohne viele weitere Worte.. Danke.
      Dir auch noch ein schönes Wochenende!

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  2. Ich weiß nicht, ich finde das alles gar nicht so schlimm. Klar, an manchen Tagen übersteigt alles meine Fähigkeiten und Grenzen werden überstiegen und ich kann dann einfach nicht mehr.
    Aber ich treffe gerne meine Entscheidungen, Zeiteinteilung funktioniert einwandfrei, sobald man Prioritäten setzt. An Platz eins steht glaube ich das innere Gleichgewicht, bevor der Rest stimmen kann. Wenn man schon so nicht bei sich selbst ankommt, dann kann der Rest auch nicht bei einem ankommen.

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