9. Mai 2016

Obsessiv durch den Tag | (Music) Monday #30

Hello ihr Lieben. Worauf freut ihr euch momentan am meisten, wenn ihr an das Ende eurer Verpflichtungen denkt? Nachhause kommen, lecker essen, Freunde treffen, eure Lieblingsserie im TV? Solche vermeintlich kleinen Dinge bringen uns immer wieder durch den Tag, der Gedanke an das danach bestimmt oft das jetzt. Zumindest am Montagmorgen, was? Das habe ich mir heute zum Motto genommen und will euch damit neben guter, wenn auch schon bekannter, Musik meine derzeitige Obsession vorstellen, auf die ich mich jeden Tag freue.




IAMX hatten wir erst vor wenigen Wochen im Music Monday. Auf das Projekt bin ich gestoßen, da ich angefangen hatte, How To Get Away With Murder zu schauen und damit schließt sich der Kreis. In fast jeder Folge der Serie stößt man auf die Musik von Chris Corner, die einfach wie die Fast aufs Auge passt. Soundtrack im wahrsten Sinne des Wortes. Musik, die auf bewegte Bilder stößt, die das Leben zum Film macht. IAMX ist immer noch fester Bestandteil meiner Playlist, vor allem Dead In This House hat es mir soweit angetan, dass ich es höre, bis mir der Kopf zerspringt.

Kick down the door
Kick through the pain
You've been talking to the wall
'Cause everybody is dead in this house

Was hat es jetzt mit How To Get Away With Murder auf sich? Eigentlich wollte ich das ja nur mal auschecken. So fängt das immer an. Man hat ja eigentlich schon genug Lieblingsserien, aber dann macht's Boom und man muss weiterschauen und wenn es nicht mehr weiter geht, dann geht's von vorne los. So richtig extrem, ja eben obsessiv, hat das bei mir bisher nur die erste Staffel von True Detective geschafft.



Die zentrale Rolle in How To Get Away With Murder spielt Annalise Keating, Professorin für Strafrecht an der Middleton Law School und erfolgreiche Verteidigerin. Im neuen Semester nimmt sie fünf Studenten in ihr Team auf, die sie fortan bei Fällen unterstützen. Tja, so weit, so langweilig, was? Interessanter wird es, wenn wir betrachten, dass sie ihrem eigenen Kurs, Strafrecht, den Titel "Wie man mit Mord davon kommen kann" gibt. Damit dürfte klar sein, dass wir im Laufe der Serie auf einige zwielichtige Gestalten treffen werden und Verteidigungsstrategien, die wahnsinnig, aber genial sind. Aber nicht nur die Klienten sollen vor dem Gefängnis bewahrt werden, die Serie spitzt sich in ein privates Drama zusammen. Kommt man mit Mord davon? Einmal oder gar mehrmals?


Neben der Story hat mich vor allem eines an der Serie begeistert: Anfangs sind da diese scheinbar perfekten Menschen, die leicht durchs Leben gehen, oberflächlich betrachtet ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Es braucht vielleicht zwei Episoden, bis man merkt, dass es alles andere als das ist. Annalise Keating, die am Anfang so selbstsicher, stark, ja irgendwie unsympathisch wirkt, entwickelt sich zu einer Figur mit unheimlich vielen Facetten, die vor allem eins tut. Unter sich selbst leiden. Und das geht nicht nur ihr so. Diese fünf Studenten, die praktisch noch am Anfang ihres Lebens stehen, werden gezwungenermaßen erwachsen. Verletzlich. Ehrlich. Stark. Alle Charaktere wachsen mit jeder Folge, diese Entwicklung macht die Serie aus.

Drama in seiner Reinform. In Staffel 2 gleicht das Ganze einem kompletten Mindfuck. Doch irgendwo macht es das Ganze auch lebensnaher. Was geht so wirklich perfekt auf? Verstrickt man sich nicht immer weiter? Wenn etwas einmal geklappt hat, heißt das nicht, dass es immer wieder klappen wird. Viel mehr, dass man sich irgendwann im Kreis dreht, von einem Extrem ins nächste schlittert. Das sehe ich auch in der Serie.

All diese Aspekte bringen mich dazu, dass ich die Serie seit drei Wochen ununterbrochen jeden Tage schaue. Selbst jetzt freue ich mich immer noch darauf, eine kleine Flucht in eine andere Welt. Und wieso denn eigentlich nicht? Sind es nicht diese Leidenschaften, die uns ausmachen und retten? Begeisterungsfähigkeit für so banale Dinge, dass wohl mancher nur darüber lachen kann?

Auch Katharina von Großstadtgedanken zeigt euch heute einen etwas anderen Music Monday. Wer sagt eigentlich, dass man Musik immer ernst nehmen muss? Und ist nicht genau das, diese Selbstironie verknüpft mit einem Schmunzeln manchmal genau das Richtige für Montage wie diese? Hört selbst rein.

Ich wünsche euch nur das Beste für die neue Woche. Macht, worauf ihr Lust habt. (Solang's legal ist, denn ob man mit Mord wirklich davon kommt? Das wissen wir noch nicht.) Tut, was ihr liebt und lasst euch da nicht reinreden. Außer von eurem Anwalt.
x Maja

Kommentare:

  1. Ich finde den heutigen Music Monday wieder richtig klasse! Die Verbindung von Bewegtbild und Musik finde ich so spannend, sie ist so entscheidend. Je nach Auswahl kann sie die Atmosphäre eines Films komplett umwerfen oder intensivieren.
    Ich mag zwar im Allgemeinen solche Krimiserien nicht so, aber dein Bericht liest sich wirklich interessant, gerade dein Abriss der Dramatik. Da merkt man, dass du definitiv ein großer Fan bist und ein analytisches Auge hast. Ich kann mir nach deiner Beschreibung auch gut vorstellen, dass die Serie echt süchtig macht. Diese düstere, atmosphärische Musik passt wirklich sehr gut, gerade weil die Bilder im Trailer anfangs etwas harmloser daherkommen, auch wenn da definitiv schon eine dunklere Perspektive zum Tragen kommt. Die Musik verleiht dem Trailer von der ersten Sekunde eine zweite Ebene, baut Spannung auf und man fragt sich, wann das denn jetzt endlich aufgelöst wird. Super interessant!

    Hab eine gute, sonnige, friedliche und zufriedenstellende Woche!
    Alles Liebe
    Katharina <3

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    1. Ich daaaaanke dir!!! Dein ganzer Kommentar freut mich total, ich wachs gleich noch nen Zentimeter. :D Jetzt interessiert mich aber schon, welche Serien mehr dein Ding sind? :)

      Ich wünsche dir auch eine super Woche!! <3

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