22. August 2016

Auf Kurs nach Hause | Music Monday #40

Hello ihr Lieben! Der heutige Montag ist ein anderer als die vorherigen. Wir werden heute wieder Musik haben, Musik, die uns durch die Woche bringen soll, darf, kann, die uns etwas mitgeben soll, die uns Kraft geben soll. Und doch wird er sich so sehr unterscheiden zu allen anderen. Wir werden uns heute dem Thema widmen, das hier eigentlich nichts verloren hat und doch nirgendwo richtiger sein könnte. Lasst es uns Verlust nennen. Verlust klingt hart und weich zugleich. Verlust macht uns kaputt und stark. Zerstört und belebt neu. Verlust verändert uns. Verlust verändert alles um uns herum. Manchmal für immer. Unwiderruflich. Verlust lässt uns weinend zusammen brechen, Verlust lässt uns zerbrechen, Verlust reißt unser Herz heraus. Verlust lässt uns nicht los, Verlust ist nicht nach zwei Wochen überwunden, Verlust erinnert uns schmerzhaft an Vergänglichkeit. Verlust lässt uns nie vergessen. Verlust lässt uns zu neuen Menschen werden. Und manchmal macht uns Verlust zu etwas besserem. Verlust gibt uns Kraft, die so vorher nie existiert hat.

Das hier ist die Zeit nach dem Verlust, aber für immer mit dem Verlust. Wenn du wieder aufstehst, so wie du noch nie aufgestanden bist. Wenn du sehen kannst, wie du dich verändert hast. Wie du komplett vor dich hin gestrauchelt bist, als du es nicht mal gemerkt hast und wie du gewachsen bist. Und trotzdem wird es nie aufhören weh zu tun. Trotzdem wirst du immer noch weinen in den falschen Momenten zur richtigen Zeit. Trotzdem wirst du an fremden Orten zum ersten Mal stehen und etwas finden, das dir als Erinnerung ins Herz sticht. Loslassen.


Prinz Pi - Auf Kurs Nach Hause

Sag mir, lebst du noch? Sag mir, lebst du noch? Sag mir, lebst du noch den Traum von damals?
Sag mir, was hat deine Flamme ausgemacht? Sag mir, was wurde aus dem "für immer" eigentlich?
Ich trag uns're Träume noch eingebrannt in mein Gesicht
Trage unsere Farbe auf meiner Jacke in die Welt hinaus
Mein Bus fährt Heim, ich bin bald zuhaus'

Ich komm zurück zu dir
Ich komm zurück zu dir
Egal wie weit weg ich fahre, in mir bleibt ein Stück von dir
Ich komm zurück zu dir, wieder zurück zu dir
Am Ende hat mich noch jeder Weg zurück geführt
Ich frag mich, wartest du? Wartest du?
Hörst du überhaupt, dass noch jemand deinen Namen ruft?
Ich frag mich, wartest du? Wartest du?
Alles liegt hinter mir, du liegst gerade zu


War an deinem Grab und du warst nicht zuhaus'
Dachte, Gefühle waschen sich wie alte T-Shirts einfach aus
Hab gerufen nach Dir, aber die Luft war taub
Ich habs versucht, an keinem Ort konnte ich dir entfliehen
Ich geh zurück zu unser'm Platz, spiele nur uns're Lieder
Wenn nicht in dieser Welt - wir sehen uns wieder

Ich komm zurück zu dir
Ich komm zurück zu dir
Egal wie weit weg ich fahre, in mir bleibt ein Stück von dir
Ich komm zurück zu dir, wieder zurück zu dir
Am Ende hat mich noch jeder Weg zurück geführt
Ich frag mich, wartest du? Wartest du?
Hörst du überhaupt, dass noch jemand deinen Namen ruft?
Ich frag mich, wartest du? Wartest du?
Ich komm dir näher mit jedem Atemzug

Irgendwann kann man Lieder wieder anhören. Der bittere Beigeschmack wird nie vergehen und doch kommt irgendwann Licht. Die Message zum Montag lautet heute, dass es weiter geht. Dass es etwas gibt, das wieder gut werden kann. Dass das Leben endet und wieder beginnt. Dass es schrecklich klingt, dass die Wunden nie heilen, aber doch vielleicht vernarben. Nach Dunkel kommt Licht. In meinem ganzen Leben hätte ich mir nie erträumen lassen, diesen Satz von mir zu geben. Ihr könnt mir das also vielleicht glauben.

Bei Katharina auf Großstadtgedanken wird heute alles ein wenig leichter, sie bringt euch mit einem Song die Freiheit zurück mit all ihren Seiten. Hören und lesen bitte!
Nur das Beste für euch. x Maja

Kommentare:

  1. Erst dachte ich noch, es geht um die Geborgenheit in der Familie: Egal was man erlebt, man kann immer zurück kommen, dort gibt es Halt. Und dann wieder dieser Schlag in die Magengrube: Verlust. Tod. Loslassen. (Sicher irgendwie thematisch beides zusammen...)

    Das Lied ist so krass und hat mich gerade so berührt, dass sich alle Haare aufgestellt haben. Das hätte ich nie, nie gedacht. So gut, dass ich noch mal die Lyrics googeln musste:
    "Wenn ich dein Auto hör', wie es nach Hause kommt
    Fühlt sich mein Inneres nicht mehr an wie ausgebombt."

    Der Text füllt mich innerlich gerade so unheimlich aus, das ich fast platze! Er erweckt das Lied zum Leben, von dem ich nicht gedacht hätte, das ich es mögen könnte. Er fliegt wie ein schöner Schmetterling über die verbrannte Erde davon.

    Alles Liebe und Gute und viel, viel Zeit und Ruhe und Halt!
    Katharina ♥ ♥ ♥

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    1. Das wäre sicher auch mal ein schönes Thema.. Darüber habe ich tatsächlich erst letzte Nacht nachgedacht.. Zuhause und so. Bleibt aber für mich auch immer mehr ein Gefühl als ein fester Ort.. Aber das ist was anderes.

      Das freut mich soooo sehr, dass dir der Text so viel gibt!!! Wundervoll! <3

      Ich danke dir <3 <3

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  2. Toll geschrieben :)

    Ich mache gerade eine Weltreise und bin gerade in Peru.
    ich freue mich auf Besuch.
    Grüße, Laura <3

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