15. August 2016

it's fun to fantasize | Music Monday #39

Hallo ihr Lieben! Wunderbaren guten Tag wünsche ich euch und wir wollen es gar nicht aufkommen lassen, dass heute jemand Montag schreit. Nope. Und wenn, dann nur freudig, weil es neue Musik gibt! Der heutige Music Monday ist ein extrem wichtiger für mich, denn manchmal steckt die Message nicht in den Songs, sondern hinter den Songs. Eine Band mit Hintergrund, ein Song mit Hintergrund, eine Geschichte. All das gibt's heute. Und das noch verpackt in einen catchy Track zum Mitsingen. Was könnt ihr am Montag bitte mehr wollen, hm? :)


Twenty One Pilots - Ride


Twenty One Pilots. Wir müssen leider wieder zu Panic! At The Disco zurückkommen. Wenn man Fan der Band bzw. von Brendon Urie (der offiziell irgendwie die Band ist..) ist, dann stößt man auf diese Gang von Fans, die außerdem Fallout Boy und Twenty One Pilots lieben. Fallout Boy fand ich dann kurz auch gut, von den Pilots habe ich mich ferngehalten, weil ich keine Lust drauf hatte. Ehrlich gesagt hatte ich sie noch nie gehört, da ich auch seit Monaten kein Radio mehr gehört habe.. 
Dann war da dieser Mensch, mit dem ich immer Musik ausgetauscht habe und plötzlich musste ich diese Band doch anhören. Am Ende fand ich's auch noch gut und jetzt stehen wir hier. 

Ich hatte eine komplett andere Vorstellung von Twenty One Pilots. Die Musik, die die beiden Mitglieder spielen, ist für mich ein Mix, der sich niemals in ein Genre packen lassen würde. Die sind zwar eh Bullshit, aber hier einfach mal komplett sinnlos. Das ist Pop, das hat was von Reggae, das hat was von Rap, das hat was von Elektro, das ist alles. Der Name für dieses Genre muss erst noch erfunden werden. Und genau das finde ich auch beeindruckend.

I just wanna stay in the sun where I find
I know it's hard sometimes
Pieces of peace in the sun's peace of mind
I know it's hard sometimes

Die Sonne. Die Ruhe. Die Wärme. Das Abschalten. Und doch immer dasselbe im Kopf. Nur darauf gewartet und wofür? 

Der Song schreit für mich nach Sommer. Er ist so voller Melodie, voller versprühender Leichtigkeit und einem Vibe, der einfach zu warmen Tagen gehört. Er ist heute hier gelandet, weil er eingängig ist, im Ohr bleibt und man bereits beim zweiten Mal mitsingen kann/muss. Auch wenn man eigentlich grad noch am Heulen war. Das ist für mich ein bisschen die Message hinter dem Music Monday und der Grund, wieso ich euch hier weniger den depressiven Mist zeige, den ich mir sonst so reinziehe. Wir wollen gute Vibes und Fun. Dass auch beides geht und Tiefgang immer möglich ist, beweist Ride.

Yeah, I think about the end just way too much
But it's fun to fantasize

Ride vereint Probleme und Lösungen. Als Vieldenker, als Hinterfrager, als Mehrwoller - genau dann passt Ride. Als Freiheitslieber, als Wissender, als Verwirrter, als Verletzter. All diese Widersprüche, Gegensätze, die in einem Menschen vereint werden. All die kleinen Steinchen im Mauerwerk. All die Räder im Uhrwerk. Ride vereint Anfang und Ende. Versprechungen und Abgründe. So viel gefüllter Raum, so viele Stränge und dabei muss nichts niederschmetternd sein.

"I'd die for you, " that's easy to say
We have a list of people that we would take
A bullet for them, a bullet for you
Metaphorically, I'm the man
But literally, I don't know what I'd do
"I'd live for you, " and that's hard to do
Even harder to say when you know it's not true

So sehr ich mir wünschen würde, dass der Song mir viel bedeuten würde - er tut es nicht. Denn manchmal reicht das Gute nicht, manchmal entscheidet die Zeit und du verlierst nur, weil jemand anderes eben schneller war. Und dann kannst du tun, was du willst, das Beste geben und keinerlei Anlass für Schlechtes geben, es wird nicht reichen. 

All these questions they're for real
Like "Who would you live for?",
"Who would you die for?"
And "Would you ever kill?"

Soviel geredet und doch nie etwas gesagt. 

I've been thinking too much
(help me)

Zuerst war da die Flucht. Das kleine Licht jeden Tag, jede Stunde. Die Möglichkeit die Zeit zu überbrücken. Dann war da nichts anderes mehr. So viel Wachstum, so viel Neues, so viel Stärke und so viel Traurigkeit. Es war nie schön und doch wollte ich nie etwas anderes. Tagein, tagaus, morgens, abends, immer. 

Und ja, wir denken zu viel, aber bei manchen Songs können wir das Denken vergessen. Diese Denkerei scheint noch nie etwas Gutes getan zu haben, viel mehr endet sie immer am Boden. Und so sehr ich es verabscheue es zu sagen - man muss es ändern. Ich musste es ändern. Es hat geholfen und es hat nicht geholfen. Es hat funktioniert und dabei hat doch gar nichts funktioniert. Manchmal muss man sich in so viel Neues stürzen und dabei so gnadenlos scheitern, um wachsen zu können. 

Oh, oh, I'm falling, so I'm taking my time on my ride
Oh, I'm falling, so I'm taking my time
Taking my time on my ride

Die Autofahrten nachts. Die Zigaretten, die dann doch nicht mehr geschmeckt haben. Die Veränderung für dich, aber warum? Die Ausflüchte und die Nachrichten, die nie gekommen sind. Die Nachrichten, die gekommen sind, und nie kommen sollten. Die Wertschätzung, die ausgeblieben ist. Der Drang nach noch mehr, nach Freiheit, nach Gefahr, das Lebendigsein und die Angst, die überwunden wird. 

Und am Ende bleibt doch die Erkenntnis, dass wir für immer wir bleiben werden. Dass wir den Rest unseres Lebens mit uns selbst verbringen müssen und dass wir uns noch so sehr quälen können. Der Schlüssel liegt vielleicht doch darin, es nicht zu häufig zu tun, sondern zu wagen, die Freiheit zu suchen und sie in sich aufzunehmen. 

Ride bin ich, Ride ist er, Ride ist der Wunsch nach Freiheit und Frieden, die Gewissheit, der Sommer 2016. So viel in einen Song rein gepackt, was da vielleicht gar nicht ist. Das ist Musik. 

Kryptisch ist mein zweiter Vorname. Ich hoffe, ihr habt Spaß am Track und auch das passende Wetter, um ne Runde fröhlich mitsingen zu können.

All I need is a peace of this mind. Sanft, unaufdringlich und ganz leicht präsentiert sich der Music Monday heute bei Katharina auf Großstadtgedanken. Lasst euch treiben, nicht nur von der Musik, sondern auch von Katharinas wundervollen Worten dazu!

Habt ne tolle Woche. x Maja

Kommentare:

  1. Woah, ich muss sagen, ich war echt skeptisch als ich den Bandnamen gelesen habe. Hype und so. Dazu muss ich sagen, dass ich nur "Stressed out" kenne. (Das Video mit den Fahrrädern?) Das machte auf mich den Eindruck von einem total künstlichen Konzept. Hipster-Schnodder-Punks auf cool, die sich eigentlich über alles/die Industrie lustig machen und einen verarschen wollen. Eine Plattenfirma, die sie bald wieder fallen lassen wird uns so. Mhm... - Ich hoffe, du liest meinen Kommentar an der Stelle trotzdem noch weiter, es wird besser, versprochen. ;)

    Jedenfalls: Der Song macht mit mir genau das, was du sagst. Er ist leicht, eingängig, nett. Sicher super für unterwegs. Reggae-Pop-Rock mit Elektro. (Ich persönlich brauche ja Schubladen für die Orientierung am Anfang schon.) Nach dem Song ist der Kopf leer, wenn man sich denn drauf eingelassen hat.

    Aber - first things last quasi: Der Text! Was zur Hölle!?! Und dann dieser Bruch in der Mitte wie ein Tritt in den Magen! Ich habe ihn jetzt 5 Mal gelesen und 5 andere Geschichten im Kopf. Ich kann meine Gedanken dazu noch gar nicht in Worte fassen....Er ist so reich.

    Poesie. Danke! <3

    Alles Positive!!!
    Katharina

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    1. Ich habe mich dazu überwunden weiterzulesen und es hat sich gelohnt! Haha.
      Ja ganz ehrlich hab ich den Hype komplett verpasst, ich kannte halt den Namen und wusste absolut gar nichts über die Band. How do I live? :D
      Ich hoffe ja, dass der Track dann doch irgendwo etwas gebracht hat und nicht nur Abneigung bewirkt hat. Kann das aber auch voll verstehen, geht mir oft auch so. (Wir bleiben immer anti? :D)

      Das mit den Genres kann ich halt auch null. Versteh da die Unterschiede so gut wie gar nicht und ist mir irgendwo auch egal. Mag ich oder mag ich nicht. :)

      Ich danke dir! Keine Ahnung, was mein Kopf da wieder ausgespuckt hat.. Umso besser, wenn es ankommt!!!! <3

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