28. November 2016

more than music | der november in songs

Hello ihr Lieben! Den heutigen Montag möchte ich nutzen, um euch von meinen musikalischen Neu- und Wiederentdeckungen im November zu erzählen. Ob alt oder neu, der November war bis zum Zerbersten gefüllt mit Musik, die mich sehr, sehr, sehr bewegt hat und von der ich mich bewegen habe lassen. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob das gut ist. ("What came first – the music or the misery? Did I listen to the music because I was miserable? Or was I miserable because I listened to the music?"- beides.) Wie auch immer, vielleicht kann ich euch heute wieder etwas Neues näher bringen und vielleicht teilt ihr ja meine Euphorie, die die Liebe zur Musik bringt.


I. Bring Me The Horizon - Throne | True Friends | Join The Club

Wie ich mir am Ende des Sommers einfach sicher war, dass ich nie wieder Bring Me The Horizon hören würde. Dass dieses beklemmende Gefühl bleiben würde und somit mal wieder eine Band ruiniert wäre. Es hat keine zwei Monate gedauert, bis die Band die wichtigste für mich werden sollte. Momentan fühle ich mich in keiner Musik mehr zuhause als in dieser. Nichts erinnert mehr an die alten Gründe, viel mehr ist es wie eine Heilung. Am Ende bleibt die Gewissheit, dass es damals die falsche Zeit und der falsche Ort war, dass es im großen Ganzen nichts bedeutet hat und dass es nur der Anfang der Geschichte und nicht das Ende war. Das sollte erst noch kommen und mit diesem die Rückkehr der Musik.

Throne habe ich euch bereits als Killersong vorgestellt, der zu Kraft verhilft und die Schritte beflügelt. (Meine Music Monday Songs werden morgens immer auf dem Weg getestet, es ist minimal weird.) Auch True Friends geht in die Richtung, hier haben wir aber definitiv diesen bitteren Einschlag, der weh tun kann. Trotz des Schmerzes ist auch True Friends ein Kampfsong, der hilft und nicht runterzieht.



Join The Club ist meine Neuentdeckung. Ein Bonus Track von Sempiternal, den ich nicht (!!!!! what the fuck is wrong with me) kannte. Mein absoluter Lieblingssong im November, wir stehen aktuell bei 173 Wiedergaben. Join The Club stimmt mich nachdenklich, zieht mich runter, ja ich gebe es zu, aber gibt mir auch unglaublich Kraft. Es ist diese Zwischenphase, in der mich aktuell befinde, die der Song für mich in Perfektion wiederspiegelt. Join The Club ist für mich brutal ehrlich und dabei genau das, was ich brauche, was ich bin, was mich weiter so bleiben lässt, auch wenn es oft einfach eine Katastrophe ist.


I know I bend and I break all my promises, 
But now it's time for the truth.
I keep my head in the clouds and I hope
That I can't just be invisible to you.
Are you sick, are you tired, are you feeling faint? Your lips are turning blue. I know you wish you were dead to the world. But there's something you should know.
Life is a song with no one to dance to. Same old shit happening and nobody knows. My heart is a dead horse, there's no point in beating. Just let me sink, let me sink into the fucking ground.
Fuck it.
Do you think you're the only one who feels the way you do? We're all fifty shades of fucked up! 
Well join the club, yeah, join the club! 



II. More Than Life - Love Let Me Go | Daisy Hill | Seasons Change | Threshold

An empty word that you can forget. 
A story told that ends with regret. 
Sleeping quietly, all alone, without the warmth you left behind. 
Cold sheets will comfort me, with no one besides me.

More than fucking life. Die Band, die mich absolut tötet, aber auch unglaublich tröstet. Die mein Musikherz so extrem laut schlagen lässt, die mich fühlen lässt, wie nur Musik es kann. More than life sind mir schon so lange ein Begriff, ein Überbleibsel aus meiner wirklich frühen Jugend. Musik, die ich so gerne mögen wollte, aber zu der ich damals nicht den richtigen Zugang fand. Und heute ist er da. Es lässt sich gar nicht in Worten ausdrücken.


Daisy Hill war früher mein Lieblingssong. Was mich irgendwie genervt hat, weil ich doch unbedingt den Titeltrack des Albums Love Let Me Go feiern wollte. Damals konnte ich es nicht, heute kriegt er mich auf einer Ebene, die so neu und so weit ist, dass es Sinn macht.



Love Let Me Go löst in meinem Kopf schon allein des Titels wegen einen Mindfuck aus. Loslassen ist das Thema, das mich seit einem Jahr beschäftigt, immer und immer wieder. Ich weiß nicht, wie es geht. Ich habe mich immer wieder daran erinnert, aber es hat nicht funktioniert. Bis es dann eines Tages einfach so weit war. Was ist, wenn ich nicht loslassen kann, solange ich festgehalten werde? Love Let Me Go trifft für mich diesen Nerv und ist der erste Song, der das auch so ausspricht. Der den Fokus erweitert und irgendwo auch neuen Mut gibt. Die Platte will ich mir an die Wand hängen, einfach als Symbol.

Den Abschluss bildet Seasons Change. Seasons Change klingt für mich zunächst hoffnungsvoll, denn bitte, das sollen sie. Der Song an sich ist aber alles andere als hoffnungsvoll, er ist unglaublich schwer und er macht mir Angst. (An der Stelle sei gesagt: Ja, Musik ist alles für mich und ich nehme sie viel zu brutal ernst.) Seasons change and even love can fade away. Ein Satz, der mich absolut ins Herz trifft, auch wenn das nichts Neues ist und auch, wenn es nicht der absoluten Wahrheit entsprechen muss. In mir löst er Gedanken über das Leben aus, über Veränderungen und über Entscheidungen. Für mich ist er aber auch eine kleine Hymne für Gefühlsmenschen, wie ich einer bin.

And maybe it's not the first time you've been let down.
And maybe this time could be your last.
So sick of staring through the windows of homes and hospitals, 
every street of every city somewhere, somehow reminds me of you.
I can't even think straight and my heart still aches. 
I even miss you when I sleep. Like a burden I hold onto and I can't let go.
Have you ever felt like you've been betrayed 
by someone you would trust and hold onto through thick and thin?
Don't hold your head in shame anymore, 
you're worth more than the pride you can't help but lose.
Then this one is for you.
Feelings change and even love can fade away. 

Eigentlich sollte der Beitrag an der Stelle noch weitergehen. Vier Künstler, zwei davon mit dem Blick in die Vergangenheit, zwei mit dem Blick in die Zukunft. Aber vielleicht ist es besser, das jetzt hier so stehen zu lassen, denn für mich wühlt es unglaublich auf. Die Reise ist lang und so schnell kann sie nicht bestritten werden. Part Zwei muss und wird folgen.

Ihr könnt mir ja gerne mal erzählen, was ihr von dieser Art der Musik haltet und wie ihr zu Texten und dieser hochgradigen Emotionalität steht. Ich wünsche euch alles Liebe für die neue Woche und für den Dezember.

Und das Beste kommt zum Schluss! Katharina nimmt euch heute mit auf eine Reise in scheinbar ganz neue Dimensionen. Beruhigender Soul erwartet euch und dem kann man definitiv mal eine Chance geben. Wenn euch das der Mensch sagt, der euch grad mit Hardcore zugemüllt hat, könnt ihr das schon glauben. Schaut rein und entspannt euch!

xx Maja

Kommentare:

  1. Musik kann man gar nicht zu viel feiern! Wie zur Hölle soll das gehen? Da kleben Blut und Schweiß und Tränen dran. (Denke es ist eher eine Frage der emotionalen Empfänglichkeit, slash, des Charakters. Aber das würde an der Stelle nur die Atmosphäre töten.) Ich bin auf jeden Fall euphorisch. Mit dir.

    Den großen Lyrics-Anteil im Text finde ich heute auch wieder total schön und gelungen. Life is a song with no one to dance to, sprach mich grad als erstes an. Hammer-Zeile! Join The Club? I'm in.

    Für mich wäre das so Musik für den absoluten Tiefpunkt. Wie La Dispute. Komischerweise kann ich das vom jetzigen Stand auch einfach so nebenbei hören und es zieht mich nicht runter. Vielleicht weil ich gerade an einem Punkt bin? Wer weiß.

    Viel Kraft für die Woche!
    Katharina

    So ready for part two!

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    1. Woooooooord. Nothing more to add.
      (Ich arbeite an einem Selbstversuch. Die Ergebnisse sind bisher gemischt.)

      Ja, oder? Die hat mich auch richtig gekriegt am Anfang.

      Ohweia. Absoluter Tiefpunkt, haha. La Dispute finde ich ja immer noch schlimmer. Momentan höre ich ein, zwei Songs relativ unbeeindruckt, aber die sind einfach zu hart. Glaub tatsächlich, dass es einen nur runterzieht, wenn man sich runterziehen lässt bzw. es auch so nen Anlass gibt. Hmpf!

      Ich danke dir <3

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  2. Musik kann man nicht genug feiern! Selbst wenn sie einen mal runterzieht. Für mich ist die Musik aber meistens eher ein "Shelter From The Rain".
    Überleitung in Perfektion: Meine musikalische Assoziation ist diesmal nämlich der gleichnamige Song von Avantasia, wo es genau darum geht: Musik als Schutz vor Kälte und Nässe, aber eben gleichzeitig auch als Versuchung.

    Jedes Mal bin ich wieder 16, wenn ich Bring Me The Horizon höre - wie crazy sich das anfühlt!
    Join The Club gehört wohl zu diesen vielen Perlen, die nicht aufs Album passen und dann als B-Seite doch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient hätten.

    Bei More Than Life komme ich auf die Vocals gar nicht klar, deswegen bin ich ausnahmsweise mal beim Lesen geblieben. Ist auch okay, denn ich gehöre zu den Text-Junkies, für die ein Text nie genug Ebenen oder DIE eine in-your-face-Ebene haben kann.

    Liebe Grüße zum Wochenstart und pass auf dich auf!
    Miriam von schwarzweisspositiv.de

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    1. Mir gefällt die Message sehr gut :) Musikalisch ist es dieses Mal nicht ganz so meins, aber muss es ja auch gar nicht. Danke dir für deine Gedanken dazu!

      Ich bin eigentlich der totale B-Seiten-Typ, meine Lieblingssongs sind im Normalfall genau diese. Da wurmt's mich natürlich, dass ich die jetzt erst gefunden hab, aber die Regel ist wieder bestätigt. :D Irgendwie hat es aber auch was, diese geheimen Schätze und so.

      Ging mir früher ja auch so! Ist schon krass, wie sich die Einstellung zur Musik manchmal verändert..

      Danke dir!

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