9. Januar 2017

when you're in too deep | music monday #51

Hello ihr Lieben und willkommen in der zweiten Januarwoche. Das neue Jahr schreit immer so nach positiver Veränderung, guten Vorsätzen und diesen ganzen Sachen. Für mich war die erste Woche sehr bescheiden, ja schon so, dass ich sagen würde, hey 2017, du wirst ja wieder nichts. Ein weiser Mensch hat mir aber gesagt, dass das gar nicht 2017 ist, sondern immer noch 2016, was die Zeit schwer macht. Denn nur weil sich die Jahreszahl ändert, muss sich ansonsten gar nichts ändern, auch wenn's wünschenswert und erstrebenswert wär. Vielleicht. So ein bisschen in der Schwebe ist das alles, nicht gestern, aber auch nicht morgen. Vielleicht ein Anfang, vielleicht ein Ende, vielleicht auch nicht. Den Song, den ich heute mitgebracht habe, finde ich perfekt für diesen Zwischenstand. Gleichzeitig aufmunternd und bekräftigend, aber in seiner Art auch tieftraurig.



Be still | Go on to bed | Nobody knows what lies ahead
Life is short to say the least | We're in the belly of the beast
Be still, wild and young | Long may your innocence reign | Like shells on a shore
May your limits be unknown | May your efforts be your own
If you ever feel you can't take it anymore

Ich weiß gar nicht, wo ich Be Still einordnen würde. Sehr ruhig, sehr sanft, sehr schwer. Ist das schon eine Ballade? Was zum Teufel ist eigentlich eine Ballade? Für mich hat Be Still sehr viel von einem Rat, der von einem Elternteil weitergegeben wird. Es klingt nach diesen Weisungen voller Liebe, die trösten sollen und das Beste aus dem anderen herausholen wollen, dabei die Person schützen, aber antreiben.

Be still | Close your eyes
Soon enough, you'll be on your own, steady and straight
And if they drag you through the mud | It doesn't change what's in your blood
Over rock, over chain | When they knock you down

Be Still sieht die Wendungen des Lebens, die Abstürze, die Zweifel und versucht dabei für mich das Schlimmste zu vermeiden. Diese Punkte ziehen immer Veränderungen mit sich und manchmal scheint man an einer Abzweigung zu stehen und beide Richtungen scheinen klar und in ihrer Bedeutung deutlich. Einerseits will man doch so bleiben, zu sich selbst stehen, ehrlich und mit offenem Herz und doch scheint einem nichts anderes übrig zu bleiben, als das Gegenteil zu wählen. Manche Ereignisse, manche Begegnungen lassen uns den Glauben verlieren, lassen uns tief erschüttert zurück und ebnen den Weg der Bitterkeit. Dem Rückzug, dem Misstrauen, dem Nein. Be Still schreitet genau da ein und versucht zu erinnern, welcher Weg der Richtige ist. Trotz allem.

Over rock and chain | Over sunset plane
Over trap and snare | When you're in too deep
In your wildest dreams | In your made up schemes
When they knock you down | When they knock you down

Don't break character
You've got a lot of heart
Is this real or just a dream
Rise up like the sun
Labor till the work is done

Ein unglaublich hartes Lied für mich, das aber plötzlich seinen Sinn gemacht hat. Dass wie eine Mahnung zurück bleibt und doch vermuten lässt, dass irgendwo noch das Gute liegt. Für mich könnte es wohl gar nicht treffender sein, vor allem da ich doch die Killers monatelang nicht mehr hören konnte. Weil Everything Will Be Alright immer das Traurigste sein wird, das man sagen kann. Und weil manche Menschen nie ganz verschwinden werden.

Alles Liebe für die neue Woche <3 Maja 

Kommentare:

  1. Huhu Maja!

    Harter Stuff.
    Mich erinnert das - ähnlich wie dich - ein bisschen an Ratschläge oder Kritik, die man von wirklich guten Freunden bekommt. Man will sie nicht hören, aber sie sind eben das, was man gerade braucht. Hilfreich, aber unangenehm. Das beschreibt auch mein Gefühl beim ersten Durchhören am besten.

    Liebe Grüße <3
    Miriam

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Schon, oder? Aktuell kann ich's auch schon wieder nicht mehr hören, aber manchmal ist es genau das Richtige...

      Danke für deine Gedanken! <3

      Löschen
  2. "Das ist noch 2016 und nicht 2017" - sehr schön! Wie lange ins Jahr rein gilt das als Antwort, kannst du mal bitte nachfragen? 😆🙈 Das Leben hat sich ja noch nie an knallharte Fakten gehalten.

    Auch wenn das Lied für die Killers verhältnismäßig traurig ist, fällt es mir ganz schwer nicht den typischen Las-Vegas-Glitzer-Sound der älteren Charthits rauszuhören. Aber so ich kann mir schon gut vorstellen, dass es eine belebende Hymne sein kann.

    Liebste Grüße
    Katharina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist wohl individuell verschieden! :D Bis 2017 dann zuschlägt, ne!

      Definitiv! Die Killers sind einfach die Killers, das hört man irgendwie immer. Las-Vegas-Glitzer-Sound halt :)

      Löschen

Sehr gerne dürft ihr mir an dieser Stelle eure Gedanken hinterlassen. Ob Kritik oder Lob, ich freue mich über jede konstruktive Nachricht! Seid nett zueinander und bitte seht von Kommentaren, die keinerlei Bezug zum Beitrag haben, ab.
Ich antworte direkt auf eure Kommentare über die Antwortfunktion, lasst euch benachrichtigen oder schaut noch mal vorbei. Habt einen schönen Tag.