27. Februar 2017

der februar in songs

Helloo ihr Lieben! Im Februar habe ich mich ja ziemlich zurückgehalten, was meine musikalischen Empfehlungen angeht, was aber natürlich nicht heißt, dass ich den ganzen Monat in Stille rum saß. Nein, nein, nein, das geht echt nicht. Ich muss aber zugeben, dass ich fast nichts Neues gehört habe, nur die alten Favorites wieder und wieder. Den Mix der Woche hab ich ignoriert, irgendwann war ich genervt von meiner Playlist, aber auch nicht wirklich bereit, ne Frische zu erstellen. Welche Tracks haben mich begleitet? Und welche Tracks schaffen es das zu sagen, wozu ich nicht imstande bin? Hier kommen sie.

Im Januar habe ich The National irgendwie für mich entdeckt. Irgendwie? Wenn man drei Songs feiert, ist es wohl nicht unbedingt die ganz große Liebe. Available hat mich extrem gepackt und krass tief berührt. Ich hätte nicht gedacht, dass da noch so ein Song kommen würde. Graceless ist kein Track, den ich stundenlang hintereinander hören würde. Graceless ist nicht mal ein Track, den ich von vorne bis hinten mag. Graceless hat textlich allerdings so sehr ins Schwarze getroffen, dass ich fast täglich darüber nachdenke und mir die Lyrics an die Wand hängen würde, wenn ich so etwas noch machen würde. Die meisten Songs haben es ja so an sich, dass man fünftausend Dinge in ihnen lesen kann, ja schon in ein Wort lassen sich zig Bedeutungen reinstecken.

"I figured out how to be faithless" ist der Satz, der mir extrem im Kopf rumspukt, weil er genau das beschreibt, was sich sonst so darin abspielt. Ich hab ein bisschen überlegt, was ich in diesem Beitrag sagen will und vor allem was nicht und bin wohl letzten Endes zum Ergebnis gekommen, dass ich die Musik einfach sprechen lasse. Missverständnisse included. Denn irgendwo ist es manchmal doch zu krass, zu sagen, was man denkt. Dennoch wollen wir damit dem Februar einen Grundriss geben.

Boah, boah, boah. Am Valentinstag hab ich diesen Song schon mal auf Instagram in die Welt geschickt. Das ist einfach mein Humor und der wird nicht mehr netter, sorry. Das ist alles mega paradox, denn ich würde niemals im Leben etwas von mir geben, das dem Text ähnelt. Klar, ich mag Menschen allgemein jetzt nicht so gerne, aber selbst total verbittert und absolut von jeglichem Vertrauen befreit - ich hasse es, Menschen weh zu tun oder ihnen zu schaden oder teilweise ihnen nur etwas schlechtes zu wünschen. Menschen meiden, ignorieren, ihnen gegenüber gleichgültig sein, ja, aber dieses "I step over you just to get what I need" - never. Gut, warum feier ich diesen Song so? Weil er erstens total knallt, ob zum Sport oder einfach zum Mitschreien auf dem Song - läuft. Und dann ist es doch genau dieses "Ich geb einen Scheiß auf dich", was weiter antreibt, ohne dass man es zu ernst nehmen muss und auf der anderen Seite auch anstachelt, weil man vielleicht wütend wird. Denn manchmal ist das I ja gar nicht das eigene Ich, ne? Und manchmal hilft es vielleicht, sich zu sagen, dass jemand tatsächlich so denkt.

don't cry for me, I can't feel it.


twenty one pilots - car radio
Hätte ich in den letzten Wochen einen Music Monday gepostet - Car Radio wäre drin gewesen. Ugh, Twenty One Pilots wieder, jaja. Die gehen einfach nie aus der Mode! Und sie sind tatsächlich so eine Band, die ich immer noch gerne höre, obwohl sie mir jemand gezeigt, der nicht mehr in meinem Leben ist. (Außer Tear In My Heart, der Shit ist der Overkill.) Car Radio ist eine kleine Hymne für die Denker, die Alles-Denker, die Immer-Denker, die die ihren größten Feind (manchmal) im eigenen Kopf finden. Viele Ansichten ändern sich, aber ich bin immer noch überzeugt, dass die ganze Denkerei noch nie etwas wirklich gutes fabriziert hat. Ist es sinnvoll, zu versuchen, es abzuschalten? Geht das überhaupt? Der Selbsttest ist bereits gestartet. Car Radio ist übrigens am geilsten unterm Autofahren. :)

I'm forced to deal with what I feel
There is no distraction to mask what is real
I could pull the steering wheel

Oh my, too deep, please stop thinking
I liked it better when my car had sound



chakuza - anfang des traums 
Ohweih, und jetzt kommt Chakuza auch wieder. Aber wir brauchen ja noch n deutschen Text, weil Ausgewogenheit! Und wir hatten noch keine Beleidigungen! Das kann ja nicht angehen. Anfang des Traums (ja, da steht Turm, nein, ich weiß nicht genau wieso) ist ein Track, den ich als schwer empfinden, drückend, melancholisch empfinde und der so wunderbar ins Album Exit passt. Der Song kriegt mich auf einer sehr persönlichen Ebene, eigentlich nur wegen einer Textzeile, die ich euch aber beim besten Willen nicht erklären kann. Ich bin mir nicht mal sicher, ob sie jemand aus meinem Umkreis verstehen würde, ob irgendjemand checken würde, was ich da raushöre. Fakt ist aber, dass es hilft. Manchmal muss es erst unangenehm werden. 

Die Reaktionen auf den letzten Song-Beitrag waren recht krass für mich, da einige von euch gesagt haben, dass die Songs recht niederdrückend sind (ich nenn es einfach mal so), was mir einerseits klar war, andererseits aber auch gar nicht. Umso gespannter bin ich jetzt auf eure Meinungen und was ihr so in diesem Beitrag finden könnt. :) Wünsch euch alles Liebe. Maja

Kommentare:

  1. "Songs, die ausdrücken, was ich nicht schaffe auszudrücken" - das ist mal ne tolle Umschreibung, boah!
    Ja, The National müsste ich mir so langsam auch mal wieder abspeichern. Graceless gefällt mir in seiner auf den ersten Blick harmlosen Art wieklich sehr. Sehr hymnisch, schöner Text.

    Habe ich schon gesagt, wie schön ich diese Art des Rückblicks finde? Viel hast du ja zwischendurch schon gezeigt, aber es ist doch immer wieder schön so in der Tiefe.

    Alles Liebe
    Katharina

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    1. <3
      Wunderbarer Track, den ich auch mitnehmen will, wenn jetzt wieder was neues kommt/kommen sollte..

      Ich danke dir, das bedeutet mir viel <3

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  2. Hello liebe Maja <3 Schon als ich das erste Bild in diesem Post gesehen habe, bin ich innerlich ausgeflippt. Ich mag The National sehr gerne, bzw: Bin da eher so auf deiner Schiene unterwegs, denn eigentlich höre ich nur einige Songs und habe mir längst nicht den kompletten Shit reingezogen :D I need my girl ist einfach mein alltime Favorite, den ich seit Ewigkeiten in mein Herz geschlossen habe. Weiß gar nicht mehr, wo ich den Song damals herhatte, glaube aus irgendeiner Serie, so ist es ja immer irgendwie :D Finde den Text einerseits irgendwie ziemlich nichtssagend, also eigentlich berührt er mich nicht krass und zeugt für mich auch nicht von herzzereißender Poesie, aber alleine diese Refrain Line "I need my girl" killt mich irgendwie einfach, weiß auch nicht wieso. Und tatsächlich soll es ja auch mal Songs geben, die man einfach aufgrund des Klangs und der Melodie liebt und sie nicht in kleinste Textbausteine analysiert :D Liebe Grüße an dich!

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    1. Haha, yeah, Highfive!
      Hast du mir von dem Song schon mal erzählt?! Grad als ich ihn angehört hab, hatte ich am Anfang so nen mega Wiedererkennungsmoment.. Aber ich weiß es nicht mehr. Ich versteh total was du meinst, der Refrain hat mich innerlich grad zerlegt, boah. Krasser Song!
      Ha, ja, da gibt's so einige und das ist auch echt gut so :)
      Danke dir! <3

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