10. Juli 2017

angst reißt dir die gedärme raus | music monday #56

Hello ihr Lieben. Es gibt wieder Musik und das haben wir eigentlich nur der Tatsache zu verdanken, dass der Music Monday ein gemeinsames Projekt ist. Der letzte Beitrag von Katharina hat mich sozusagen inspiriert (das klingt auch immer selten mies), mich irgendwie wieder mit dem Thema auseinander zu setzen und was zu machen. Wir hatten Musik hier immer als positive Sache, als etwas, das Mut gibt, Kraft, Energie, das einen auffängt. Tja. Musik ist momentan etwas, das mir ziemlich Angst macht. What? Schalten wir erstmal die Soundtrack-Kulisse an. link



Falls euch diese Band irgendwie bekannt vorkommen sollte - das Gefühl hatte ich auch. Ich hätte euch an der Stelle dann erzählt, wie sehr mich der Sound an Turbostaat erinnert, aber mittlerweile hab ich sogar ne Erklärung dazu. Bei Ninamarie handelt es sich um ein Nebenprojekt von Marten Ebsen (Turbostaat) und Thomas Götz (Beatsteaks). Und schon ist der entdeckte Geheimtipp plötzlich fame.

Wie kann Musik jetzt Angst machen? Musik war für mich immer eine Zuflucht. Etwas, worauf man sich freut, worin man Frieden findet. Worin man Emotionen findet und Dinge fühlt. Was der Punkt an der Sache ist. Mir war es immer wichtig, dass Songs etwas rüberbringen, dass man sich in ihnen verlieren kann, dass sie tief gehen. Manchmal ist das vielleicht aber gar nicht so gut. Manchmal schaut man besser nicht unter die Oberfläche, sondern bleibt vage und auf Abstand. Manche Wahrheiten bleiben vielleicht besser verborgen. So geht es mir momentan, so dass ich tatsächlich zum ersten Mal Musik meide. Es kostet Überwindung, die Playlists zu öffnen, in denen die ganze Vergangenheit enthalten ist, aber auch ein Anflug von Zukunft, die so ungreifbar scheint.

Das Hochzeitsgeschenk ist eine ziemliche Offenbarung. Der Song tut einfach genau das, was er auch beschreibt. Wie ein Schlag ins Gesicht schreit er dir ins Ohr. Und wer hätte gedacht, dass etwas aufgeben so extrem schwer sein kann?

Was bleibt?

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